IMG_7701Siegen, 03.07.2020

Die gestrige Tour war doch anstrengend und hat mich die Nacht über nicht richtig zur Ruhe kommen lassen. Heute wäre ich reif für einen Ruhetag. Da ein Knie schmerzt, welches gestern schon einen Sprung von einer steilen Böschung nicht so toll fand, werde ich heute vielleicht mal die Stöcke auspacken.
Das Frühstück im Hotel Bürger verläuft ungewohnt: Buffet mit Bedienung. Die Bedienung ist sehr nett und das Buffet ist reichhaltig.
Über viele Treppen geht es durch Wohngebiete, vorbei an einigen Pracht- und Protzbauten hinauf auf den Giersberg und weiter zum Kirschberg. Hier habe ich erstmals einen Blick auf große Teile von Siegen. 
Am „Hasenbahnhof“ genieße ich den Weitblick und frage mich, was man geraucht haben muss, um auf solch einen Namen zu kommen. Langsam und schön senkt sich der Weg nach Deutz. Klingt wie Köln - ist es aber nicht. 
Ausser einer Walzengiesserei und einem großen Altersheim hat der 2000-Seelen Ort anscheinend nichts zu bieten. Denke ich - als ich die Bäckerei sehe. Da es echt kühl ist, setze ich mich hinein, trinke einen heißen Kakao und esse mein Brötchen. 
Nun geht es bergan. Ich wandere wieder vereint mit dem Rothaarweg über den Höhenrücken und geniesse den Weg und den Ausblick, man nach links, mal nach rechts. Es ist absolut ruhig. Menschen sind sowieso keine unterwegs, ich höre weder Straßen, noch Flugzeuge. Vereinzelt zwitschert ein Vögelein. Kurz vor Erreichen des höchsten Punkts, bricht die Sonne kurz durch die dichten, dunklen Wolken und mir wird klar, wie traumhaft schön es hier sein kann. Ich genieße es zwar auch so, aber es ist doch so kühl, dass ich am Hemd immer mal wieder die Ärmel runtermachen muss. Eine längere Pause ist gar nicht drin. 
Ich bin schon recht früh am Forsthaus Lahnquelle. Die Quelle selbst liegt unspektakulär im algenüberwachsenen Löschwasserteich. Nicht einmal eine richtige Tafel sehe ich. Für eine Quelle eines fast 250km langen Flusses schon etwas traurig. Ich entscheide mich gegen ein Stück Kuchen und bitte den Gastwirt, wie angeboten, die Sauna anzuwerfen. So komme ich heute doch noch zu meinem Wellness- und Entspannungstag.

Länge Auf Ab
22.3 km 602 Hm 243 Hm

IMG_7743Lahnhof, 04.07.2020

Heute geht es erst spät los, da es erst ab 8:30 Frühstück gibt. Es ist unglaublich, was da auf jedem Tisch aufgebaut wurde. Quasi jeder Tisch sein kleines Buffet. Es ist nicht nur viel, sondern auch noch gut. Neben den Körnerbrötchen besonders hervorzuheben ist das selbstgemachte Hummus, Tomate/Mozarella-Schälchen, frisch geschnittenes Obst und ein Schälchen Erdbeeren, und und und...
Und weil ich mich gestern beim Abendessen als vegetarisch bekannt habe, war das Frühstück auch so. Nur die kurze Rückfrage nach Milch und Ei, und schon war alles klar. 
Der Wirt erzählt mir, dass auf der normalen (nicht-Corona) Karte 40% vegetarische und z.T. vegane Gerichte sind. Und es wird auch angenommen!
Es ist kühl (11 Grad), so dass ich die ersten Minuten tatsächlich mit Pulli laufe, bevor ich auf Betriebstemperatur bin. Ein wunderschöner Pfad senkt sich in ein Tälchen. Ich erreiche nach wenigen Kilometern die Ilsequelle. Das Wasser muss gut sein, denn ein Mann füllt sich 2 Kisten Glasflaschen ab. Offensichtlich nicht zum ersten Mal. Auch ich trinke einen Becher von dem sehr kühlen Nass. Es schmeckt nicht schlecht, aber ich bin zu wenig Aqua-Sommelier, um in Verzückung zu geraten. 
Die Genusswanderung entlang der Ilse geht weiter, vorbei an zwei kleinen Schafherden und ein paar Kühen. 
Nach etwa zehn Kilometern verlässt der Weg das Tal und ich steige kurz, aber sehr knackig auf den Hügel, der uns von Bad Laasphe trennt. Ich mache eine kleine Pause und beobachte meine Beine. Tatsächlich läuft auch heute (wie praktisch jeden Tag) wieder eine Zecke die Wade entlang. Ich setze sie am Wegesrand ab - bin doch kein Taxi - und wandere weiter. 
Vorbei am Großgemeinde-Stein, der beim Zusammenschluss von 24 Gemeinden zu „Bad Laasphe“ errichtet wurde, wandere ich auf breitem, dennoch schönem Weg ins Ziel. Die knapp 20km fühlen sich heute nach Halbtagswanderung an. Ich erreiche den Bahnhof kurz vor 14 Uhr und bereite mich mental auf meine vielstündige Rückfahrt mit 4 Umstiegen bis nach Oberursel vor. Dies ist das Ende meiner diesjährigen E1-Wanderung. Und der neue Startpunkt für die Nordrichtung. Es gibt ja noch ein paar Etappen bis Flensburg. 😀

Länge Auf Ab
19 km 221 Hm 511 Hm

IMG_5453Oberursel, 15.05.2019

Eigentlich wäre heute ein ganz normaler Arbeitstag, aber ich entschliesse mich recht spontan, einen Tag Urlaub zu investieren, um auf dem E1 von Oberursel nach Sachsenhausen zu wandern. Was ich hiermit starte, ist mir nicht klar...

 

 

 

 

 

   

 

 

 

Länge Auf Ab
23.4 km 99 Hm 294 Hm

IMG_5934F-Sachsenhausen, 31.08.2019

Nach kurzer Wanderpause geht es nun 8 Tage Richtung Süden nach Pforzheim. Mehr als eine Woche Urlaub ist nicht drin. Aus der Stadt hinauszuwandern ist ein seltsames und seltenes Gefühl. Es ist laut - überall sind Autos oder sonst die Flugzeuge zu hören. In der Gegend von Langen muss ich vom Weg auf die Strasse ausweichen, da hier immer noch die Schäden des letzten schlimmen Sturms zu sehen sind. Über eine Woche waren hier Strassen gesperrt. Wenn ich sehe, was hier im Wald immer noch liegt, wird mir klar, warum.

In Dreieichenhain überquere ich den 50. Breitengrad und gönne mir so weit im Süden gleich mal ein Eis. Langsam wird es etwas stiller und ich fange an, mich an der Natur zu freuen, jedoch ist das nicht von langer Dauer, denn schon etwa 5 Kilometer vor Oberwaldhaus meine ich, rhythmische Bässe zu hören. Tatsächlich ist dort eine Grossveranstaltung zu der Menschenmassen strömen. Ich bin froh, nach einer (zu) langen Etappe dort anzukommen und kann einen Bus in die Innenstadt grade noch mit einem Sprint über die Strasse erwischen.

Im Zentrum von Darmstadt ist auch ein Strassenfest, jedoch sind meine Füße zu müde, um noch viel davon mitzunehmen.

 

Länge Auf Ab
33.5 km 323 Hm 273 Hm

IMG_5975Darmstadt-Oberwaldhaus, 01.09.2019

So ein "ibis-budget"-Hotel und Wandern passen irgendwie nicht so richtig zusammen, auch wenn ich die Nacht recht gut geschlafen habe. Von dem Frühstück erwarte ich wenig und bin sehr positiv überrascht. Ich hatte mit abgepackten Keksen und etwas Kaffee gerechnet - jedoch nicht mit einem solch guten Buffet. Der Tag fängt gut an. 

Mit dem Bus fahre ich wieder nach Oberwaldhaus (dank Job-Ticket kostenlos) und wandere an den Aussengrenzen von Darmstadt entlang der Uni, dem Botanischen Garten und des Zoos. In Ober-Ramstadt ist auch ein Strassenfest, jedoch zieht es mich weiter in den Wald und die Natur. Am späten Nachmittag erreiche ich die Kuralpe und dann das Felsenmeer, welches ich von früheren Besuchen gut kenne und welches bei dem tollen Wetter gut besucht ist.

Im Gästehaus "Am Nibelungensteig" checke ich ein und nach einer erfrischenden Dusche bevorzuge ich den Döner-Laden, in dem es frischen Salat gibt. Als lokale Besonderheit gibt es hier Kochkäse-Döner. Zumindest in der vegetarischen Variante kann mich das nicht wirklich überzeugen.

 

Länge Auf Ab
31.1 km 652 Hm 619 Hm

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