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IMG_7599Bad Marienberg, 30.06.2020

So ein Business-Hotel hat seine guten und seine schlechten Seiten. Einerseits die Business-Kasper, die morgens um 6 Uhr schon durch die Gegend poltern und dann Rollkoffer durch die Gänge ziehen, als gäbe es kein Morgen mehr. Andererseits die Tatsache dass es einen Föhn im Bad gibt, der meine noch stellenweise feuchten Woll-Wandersocken zu Ende trocknet. Diese nach dem Waschen auf den ausgeschalteten Heizkörper im Bad zu hängen, gehört zu meinen weniger durchdachten Einfällen. In Saunaschläppchen, mit kurzer Hose und Merino-Shirt, dafür aber frisch rasiert, ernte ich beim Frühstück schon so manchen Blick. Teils verachtend, teils neidisch - so zumindest mein Eindruck. 
Beim Packen überkommt mich plötzlich diese unbeschreibliche Ruhe. Ich bin auf dem Weg angekommen. 
Nach kurzem Halt beim Bäcker, bei dem ich mit einer mir unbekannten Sprache konfrontiert werde, dem (Wester-) Wäller Platt, geht es hinauf zur Kirche. An der Marienquelle vorbei wandere ich hinab ins NSG und entlang der Schwarzen Nister. Weiter geht es auf Radwegen und Nebenstraßen durch kleine Ortschaften zum Salzburger Kopf. Dies ist fast der geographische Höhepunkt der heutigen Etappe. Windig ist es und die Windräder drehen schnell und rauschen kräftig. Deutsches Liedgut „Droben auf dem Westerwald, wo der Wind pfeift so kalt“ (o.ä.) kommen mir ins Gedächtnis und erinnern mich an den längst vergangenen Grundwehrdienst am Fusse des Feldbergs - in unmittelbarer Nähe zum E1. 
Obwohl die Sonne scheint, muss ich zur Mittagsrast die Regenjacke als Windschutz auspacken. Sieht bescheuert aus - ist aber angenehm. 
Hier oben befindet sich noch ein Bunker und eine Sendeanlage. Heute Mobilfunk, diente jedoch in Zeiten des kalten Krieges zur Flugabwehr, da man angeblich aufgrund der besonderen Lage die aus Moskau kommenden Tiefflieger hätte entdecken können. So erzählt es jedenfalls ein Servicetechniker, den ich anspreche und der sich gut auskennt, obwohl er in dem Wasserhäuschen vor dem Sendemast arbeitet. Dieses war mir gar nicht aufgefallen. Gut dass ich kein Spion geworden bin! 
Weiter geht es zur Fuchskaute. Davor kann ich die traditionell bewirtschafteten Wiesen genießen, die hier unter Schutz stehen und voralpines Flair verbreiten. Lustigerweise komme ich mit zwei pausierenden Radlern ins Gespräch (Vater und Tochter). Sie kommen aus Hindelang (aber er ist gebürtig hier) und er beklagt, das im Allgäu die Wiesen so stark bewirtschaftet werden, dass ausser Löwenzahn nichts mehr wächst.
Da die Unterkunft an der Fuchskaute geschlossen ist, bleibt nun noch der schöne Abstieg nach Waldaubach, wo ich zehn Minuten vor Abfahrt des Bus eintreffe. So habe ich noch Gelegenheit, Weller Platt zu üben und Einheimische beim Dorftratsch während des Befüllens der Bio-Tonne zu beobachten, bevor mich der Bus in 50 Minuten Fahrt nach Herborn bringt. Dort übernachte ich in der "Pension Altstadt". Leider habe ich keine freie Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe der Fuchskaute gefunden.

 

Länge Auf Ab
20.2 km 416 Hm 311 Hm


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