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814B8A4D-068D-43B4-B9EF-066B2A2BD0EBAlleman, 03.06.2021

Pünktlich um kurz nach acht ;-) wandere ich auch heute los. Nach einer zu großen Portion Haferflocken mit Hafermilch und einigen Weintrauben bin ich pappsatt. Der Himmel ist bedeckt und es ist 17° schwül. Auf nach Lausanne!
Von Dorf zu Dorf bringt mich der Weg durch die Schweizer Riviera näher an mein Tagesziel. Ganz schön schön hier, auch wenn es heute so trüb ist, dass man die andere Seeseite und die Berge nur erahnen kann.
Vor Morges biegt der Weg urplötzlich steil hinab zu einem Bach, dem ich ein Stück auf dem „Sentier de la Truite“ (Forellenweg) folgen darf. Dieser extra Kilometer, bringt mir mehr Kraft, als er kostet. Das ist das Natur-Highlight des Tages!
Ich wandere vorbei an den Anlegeplätzen mit den immer größer werdenden Booten zur Strandpromenade mit Schloss und altem Casino von Morges. Alles ist hier super sauber und gepflegt.
In einem Vogelschutzgebiet steht eine Bank direkt am See. Ich nutze den traumhaften Platz für mein Mittagessen. Dieses besteht aus einem Rest Hafermilch, einem Reststück Brot, einem Reststück Karotte und etwas Gruyere. Jetzt kann mein Rucksack kaum mehr leichter werden.
In St. Sulpice freue ich mich erneut über die vielen, sauberen öffentlichen Toiletten und fülle meine Wasserflasche nach. Von hier aus habe ich erstmals Sicht auf Lausanne.
Was mir wirklich auffällt, ist, dass von Genf bis hierher wirklich (fast) alle Leute nett grüßen. Sogar Radfahrer!
Wenig später erreiche ich die super gepflegten Strände mit angrenzendem Park von Lausanne. Hier ist schon richtig was los! Und mir tun meine Füße weh. Wieder sehr viel Teer heute. Ich muss mich recht bald von den Badenixen trennen, da der Wanderweg schon recht früh in die Stadt abbiegt. Den angeblich sehenswerten Hafen Ouchy muss ich wohl später noch besuchen gehen.
Hinweisschilder machen mich auf ein altes Mosaik aus dem 1. Jahrhundert aufmerksam. Ich schaue dieses an und wandere durch die Mauerreste aus gallorömischer Zeit. Ich weiß, dass ich ignorant bin, aber so alte Steine können mich echt nicht begeistern. Zum Glück gibt es auch eine Schautafel, die darstellt, wie Lousonna im 1.-4. Jahrhundert ausgesehen haben soll und dies auch auf deutsch beschreibt. Das finde ich interessant.
Durch einen schönen Park geht es hinauf in die am Hang liegende Stadt. Inzwischen brutzelt die Sonne ganz schön (24 Grad) und mir läuft die Brühe….
Ich erreiche den „Place de l‘Europe“, an dem sich das Ibis Styles befinden soll und bin richtig geflasht. Auf verschiedenen Ebenen tummeln sich Unmengen an Menschen. Ich irre eine Weile orientierungslos mit Google Maps umher und sehe es endlich!
Beim Check-In geht das Staunen weiter. Ich habe ein Mini-Zimmer mit Graffiti dekoriert (von berühmtem Street-Art-Artist) und eine im Zimmer eingebaute Nasszelle. Die Nische mit dem Waschbecken ist so schmal, dass ich mir nicht einmal mein verschwitztes Gesicht richtig waschen kann, weil die Schultern zu breit sind, um mit dem Kopf über das Waschbeckchen zu gelangen. Dafür gibt es einen Schminkspiegel, eine Nespresso-Maschine und 3 Kondome. Genau das, was der Wanderer braucht! Der Rezeptionist wollte mir auch unbedingt noch erklären, welche tollen Vergünstigungen ich ab 23 Uhr in den umliegenden Clubs erhalte und wie ich nach Mitternacht wieder reinkomme.
Die ÖPNV-Fahrkarte werde ich noch eher zum Einsatz bringen.
Aber erstmal eine Wäscheleine spannen, die Socken waschen und dann kurz die Beine hochlegen….
Die berühmte Kathedrale finde ich problemlos. Zwei Organisten spielen ein paar Stücke an - vermutlich die Vorbesprechung eines Gottesdienstes - und ich genieße den vollen Klang der riesigen Orgel, der nun durch das gotische Kirchenschiff erklingt.
Den Plan, mir noch den Hafen anzuschauen verwerfe ich, als ich sehe, wie viele Menschen in die Busse und Metro strömen. Und zwei mal gut zwei Kilometer sind mir jetzt echt zu weit! Also schlendere ich noch etwas durch die Altstadt und durch die Restaurantmeile. Hier reiht sich Restaurant an Restaurant an Shisha-Restaurant. Alles ist voll - das blühende Leben. Hier gibt es kein COVID! Ich gehe bei der Migros für morgen einkaufen. Genug für heute!
Als ich beim Hotel ankomme, nutze nun doch noch den Gutschein für ein Gratisgetränk in einer schattigen Ecke im Straßenlärm - die Dachterrasse ist, soweit ich das sehe, schon bumsvoll. Mit einem kleinen Hellen vom Fass läuft der Tagesbericht gleich noch flüssiger. (Gab leider kein alkoholfreies - und ich spüre es schon).
Fazit:
-Augen auf bei der Hotelwahl. Es gibt mehr Kriterien, als die Zimmerausstattung.
-Auch bei bedecktem Wetter Sonnencreme nicht vergessen.

Länge Auf Ab
25.4 km 193 Hm 114 Hm

 


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